klickliste #02/2013

Urban Exploration – „hinterlasse nichts als einen Fußabdruck, nimm nichts mit außer Fotos.“ – Verlassene und vergessene Orte werden von den Urbexern neu in Szene gesetzt. Eine klickliste.

Klickliste

Klickliste

Wenn man die Browser Fruits bei kwerfeldein schon alle genascht hat, kann man zum Nachtisch noch die klickliste bei klickbrett verzehren.

 

Urban Exploration – oder auch: Lost Places

Der Scheitelpunkt dieses Genres als Trend scheint schon im Jahr 2011 erreicht worden zu sein, als viele große Tageszeitungen darüber berichteten, dennoch ist auch weiterhin ein Anstieg des Interesses an dem Thema zu beobachten.

Wie bei allen Trends steigt auch eine Gefahr: im Falle der Urbexer insbesondere insofern, als dass verlassene Orte über das Internet bekannt und dann von Zaungästen zerstört, beschmiert oder anderweitig entweiht werden. Bei richtig alten, mittelalterlichen Bauten, die irgendwo in Vergessenheit geraten sind, kann dies fatale Folgen haben. Das verwunschene Ambiente, an dem wir uns in Form von Bildern erfreuen können, geht auf immer verloren. Das ist auch leider schon so oft vergekommen, dass interessante Orte von Urbexern mittlerweile meist geheim gehalten werden.

Sinngemäß zitiere ich hier gerne auch nochmal das Motto der Urbexer: „Hinterlasse nichts als einen Fußabdruck, nimm nichts mit außer Fotografien“. Diesen Ehrenkodex kann man sicher auch noch um Verschwiegenheit ergänzen.

Damit genug der Einleitung, die mir bei diesem etwas verwegenem Thema wichtig erschien.

Urban Explorers im Netz

Um einen allgemeinen Eindruck zu bekommen, was Urban Exploration bedeutet, dem seien die folgenden Seiten empfohlen – bevor wir dann zu der Vorstellung ausgewählter Fotografen kommen, die entweder als Profi oder Amateur unterwegs sind.

Orte der Angst

Auf der Webseite http://www.ortederangst.de tropft das Blut. Zum Glück nur in Form eines animated Gifs. Einige der Urban Explorations in den Haunted Places haben eher dokumentarischen Wert, andere Lost Places Fotosessions hingegen machen einen richtig guten Eindruck. Die düstere Gestaltung der Seite und die Möglichkeit, sich in der Navigation zu verirren, unterstützen das Ambiente rund um die Urbex Themen ungemein. Ob in einer verlassenen Waldklinik, die noch gruselig lebendig wirkt, oder an anderen Orten, ein Besuch lohnt sich bestimmt.

Klick #01: http://www.ortederangst.de

Marodes – Schönheit des Verfalls

Bei http://www.marodes.de werden stillgelegte Industrieanlagen und andere verlorene Orte meist kunstvoll in schwarz/weiss abgelichtet. Eine Rundreise des Verfalls durch Städte wie Magdeburg, Leipzig, Halle, Berlin wird zu einem interessanten Zeitvertreib. Wem das alles zu digital ist, kann sich auch die analogen Bildbände bestellen, die für einen fairen Preis um die €20 angeboten werden.

Klick #02: http://www.marodes.de

Tausendsassa aus Bremen: Jonas Ginter

Am liebsten stelle ich ja Fotografen vor, die erkennbar vielseitig sind. Jonas Ginter, freier Journalist und Fotograf aus Bremen, gehört ganz eindeutig dazu. In seinem Blog sind auch des öfteren Bilder aus der Urbex Ecke zu finden, die mit einer hohen fotografischen Qualität überzeugen.

Wer nur wegen Urbex auf diese Seite gekommen ist, kann gleich weiter unten einige ausgewählte Bilder anklicken. Für die darüberhinaus interessierten seien auch noch diese Timelapse Videos von Jonas ans Herz gelegt:


Zurück zum Thema Urbex, hier einige Bilder von Jonas Ginter aus verschiedenen Streifzügen: Im Kühlturm (eine irrsinnig gute Weitwinkelaufnahme, die aus 7 einzelnen Aufnahmen zusammengebaut wurde – wie er rein gekommen ist, verrät er in seinem Blog (Antwort: die Tür stand offen 🙂 ) | Kontrollraum | Teigfabrik (HDR) | Piano Piano | Auf dem Abstellgleis (HDR) 

Natürlich lohnt sich auch der Blick auf die Startseite und ein Abonnement des Blogs.

Klick #03: http://www.jonasginter.de

Das Ruhrgebiet im Wandel: J-K-Photoart

Wir waren schon im Osten, und auch schon im Norden, nun streift der Blick über die verlassenen Orte im Westen. Das Ruhrgebiet mit seiner Industriekultur und vielen alten Fabriken und Anlagen gilt sicher nicht umsonst als eine Art Mekka der deutschen Urbexer Szene. J-K-Photoart aus Duisburg versteht es wie wenige, das HDR Tonemapping kunstvoll einzusetzen. Auch die Gestaltung der Bilder zeugen von Erfahrung und Hingabe an die urbane Exploration.

Hier einige ausgewählte Bilder: Vielleicht gestern? | Teamgeist (interessante Mehrfachbelichtung) | … in rosa … | Wenn Sie sich schon mal… (…hinlegen möchten, der Doktor kommt gleich) | Ring (reloaded)

Zum Profil des Fotografen bei der FC findet ihr sicherlich selbst 🙂

Klick #04: J-K-Photoart (Hinweis: Webseite spielt Musik)

Frankfurt am Main mal anders: streetwalker

Ein Foto von streetwalker muss ich gleich vorweg schicken, weil es zeigt, was mit HDR auch alles möglich ist:

Moderne Zeiten

Wenn das mal keine schöne Dampflokomotive vor der Skyline von Frankfurt am Main ist?

streetwalker ist aber auch an vergessenen Orten unterwegs und überzeugt mit einer sehr ausgewogenen, feinen HDR Bearbeitung. Nicht nur ein kunstvoller Effekt entsteht dabei, sondern auch eine schöne, räumliche Tiefenwirkung.

Eine sehenswerte Auswahl seiner Urbex Bilder: Ammoniak | Blende 175 mm | High Fidelity | Mikroskop | Labormaschinen | Tapetenwechsel

Die Webseite hingegen ist etwas spartanisch, dennoch darf ein Link natürlich nicht fehlen:

Klick #05: streetwalker-art.de (spartanisch, am besten bei der FC gucken)

Frohe Ostern!

Vielen Dank fürs Zulesen. Extra für diesen ersten „Longplay“-Artikel habe ich das Layout der Seite um ein Set an Farben und Typographie erweitert, das ich auch in Zukunft für längere Texte verwenden möchte. Helle Schrift auf grauem Grund ermüdete doch zu sehr die Augen. Ich hoffe, dass die Lesbarkeit hier gut gegeben ist. Über Feedback freue ich mich, aber natürlich auch über ein Teilen des Artikels bei Google+, Facebook und was es sonst noch so gibt 🙂

Autor: Danny Busch


4 Responses to klickliste #02/2013

  1. Jonas sagt:

    Schöner Beitrag. Da sind viele interessante Seiten dabei. Natürlich auch vielen Dank für die Erwähnung meiner Bilder!

  2. Matthias Lissel sagt:

    Klickbrett macht richtig Spaß! Vieles könnte man direkt als Kulisse gebrauchen.
    ahoi

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