Schnoor bei Nacht

Der Schnoor, ein gut erhaltener historischer Kern von Bremen, ist nur selten menschenleer. Zu später Stunde lassen sich jedoch einige schöne Ansichten gewinnen.

Da ich nicht wirklich geübt bin im Umgang mit weitwinkeligen Aufnahmen von Stadträumen war eine gemeinsame Fototour mit Fotofreunden aus Bremen eine mehr als willkommene Gelegenheit, dieser fehlenden Übung entgegenzuwirken. Um den engen gepflasterten Weg stärker zu betonen, entschied ich mich bei dieser Aufnahme für eine tiefe Position bei 18mm (APS-C) im Hochkantformat.

Schnoor bei Nacht - Enge Gassen im Zwielicht

Schnoor bei Nacht – Enge Gassen im Zwielicht

Als Tourist kriegt man offenbar nicht viel vom Schnoor mit, wenn man als Gruppe durch die engen Gassen gejagt wird. Tagsüber ist das historische Viertel von Bremen sehr überlaufen. Wie bei allen touristischen Orten eignet sich die späte Stunde im Frühling aber offenbar sehr gut, um auch mal ein menschenleeres Bild zu erhaschen.

Bei der Bearbeitung des obigen Bildes in Lightroom 4 habe ich sehr stark in die Trickkiste gegriffen. Neben dem etwas kühleren Weissabgleich habe ich auch die Saturation der Farbe Orange zunächst reduziert, um das Zwielicht ein wenig zu bändigen. Um aber dennoch eine sanfte Wirkung der Lampen zu erhalten, habe ich dann eine Teiltonung vorgenommen, um Lichter und Schattenbereiche wieder gezielt mit etwas Lichtfärbung zu versehen. So konnte ich mir ein „schöneres“ Orange aussuchen als das, welches die Lampe bei dem Weissabgleich zu bieten hatte.

Hier noch eine ähnliche Szene aus einem etwas abgelegenerem Winkel des Schnoors.

Unbekanntere Winkel im Schnoor haben ihren ganz eigenen Charme

Unbekanntere Winkel im Schnoor haben ihren ganz eigenen Charme

Auch hier liegt wieder die Betonung auf der engen Gasse. Alle Bilder habe ich vom Stativ aus in drei unterschiedlichen Belichtungen gemacht. Manuelles Fokussieren und manuelle Einstellung von Belichtungszeit und Blende sind für solche Aufnahmen ja ohnehin meist die beste Wahl. Die Belichtungsreihen-Automatik tut gegebenenfalls auch gute Dienste.

Der Blick um die Ecke - was verbirgt sich wohl dort?

Der Blick um die Ecke – was verbirgt sich wohl dort?

Man kann nur empfehlen, nicht alleine zu fotografieren. Die Passanten sind doch schon sehr beeindruckt, wenn man zu Dritt Stative aufbaut und die Kameras in Position bringt, und bleiben ggf. sogar auch noch eine Weile stehen (oder laufen Slalom zwischen den Stativen ;-)).

 

 

 

Autor: Danny Busch


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